Bewegung, Spiel und Rhytmik Drei unverzichtbare Elemente in der inklusiven Kita-Praxis
von Ferdinand Klein

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Informationen zu "Bewegung, Spiel und Rhytmik Drei unverzichtbare Elemente in der inklusiven Kita-Praxis"

Komponist/Autor: Ferdinand Klein
Verlag: Verlag Modernes Lernen Borgmann KG
Verlagsnummer: 9783808009017
EAN: 9783808009017
ISBN: 978-3-8080-0901-7

Beschreibung

Kinder wachsen nicht nur zum heutigen Zeitpunkt in einem Umfeld auf, in dem
es ihnen durch zunehmend eingeschränkte Lebensräume, zerrissene Zeiten und
aufgeteilte Welten nicht immer leicht gemacht wird, sich selbst nach eigenen
psycho-sozialen Grundbedürfnissen zu entwickeln, sich selbst dabei mit Ruhe
wahrzunehmen, um ihren individuellen Platz in ihrem Umfeld zu entdecken und
sich dabei als unverwechselbare Persönlichkeit zu stabilisieren.
Mit diesem Buch legt Ferdinand Klein ein sehr bedeutsames Werk für das
Arbeitsfeld einer inklusiven Pädagogik vor, in dem er fachkundig und
engagiert auf drei unverzichtbare Eckwerte im Rahmen einer aktiven und
förderlichen Entwicklungsbegleitung von Kindern eingeht: Bewegung, Spiel und
Rhythmik.
Im ersten Teil des Buches fordert er eine deutliche Rückbesinnung auf die
elementar vorhandenen Grundbedürfnisse eines jeden Kindes und bringt diese
als eine notwendige Orientierung für die Gestaltung der Elementarpädagogik
und als eine basale Herausforderung für alle Fachkräfte auf den Punkt, wobei
die Trinität von Bewegung, Spiel und Rhythmik ins Zentrum der pädagogischen
Beziehungsarbeit gerückt wird. Dieser Dreiklang kommt in vielen
elementarpädagogischen Einrichtungen häufig zu kurz, weil durch manche
politisch gesetzte Schwerpunkte elementare Kinder- und Kindheitsbedürfnisse
beiseite geschoben werden.
Im zweiten Teil Praxis der inklusiven Pädagogik geht der Autor der Frage
nach, was es beispielsweise bedeutet,
ein Kind zu verstehen, seine Ausdrucksformen fachkompetent wahrzunehmen und
deren Bedeutungsformen sachorientiert zu deuten,
entwicklungsgefährdete, verhaltensirritierte und traumatisierte Kinder nicht
zu stigmatisieren sondern im Sinne einer inklusiven Alltagspraxis durch
besondere humane Beziehungsangebote bei ihrer Weiterentwicklung aktiv zu
unterstützen,
Kinder und deren lebensnotwendige Bedürfnisse zu sehen, aufzugreifen und in
partizipatorischer Weise in die beziehungsorientierte Arbeitsumsetzung zu
integrieren,
Bildung als eine zweiseitige, stets gleichzeitige Aufgabe für Kinder und die
Fachkräfte zu verstehen,
das Spiel mit seinen unterschiedlichen Formen weitaus mehr zu schätzen als
es in dieser funktionsorientierten Zeit und in häufig funktional gestalteten
Räumen der Fall ist,
Rhythmik als eine entwicklungsnotwendige, im Menschen angelegte Urkraft
immer wieder aufs Neue zu entdecken und in Gestaltungsprozessen erlebbar zu
machen und
Bewegung in seinen vielfältigen Ausdrucksformen als eine Ausgangslage für
jegliches Lernen zu begreifen, um mit Kindern das Leben lebendig zu erfahren.
Der Autor greift diese und weitere Schwerpunkte auf und gibt dabei sehr
hilfreiche Praxisimpulse, die sich auf die Selbstbetrachtung der eigenen
Person, eine kritische Reflexion des bisherigen Arbeitsverständnisses sowie
der Arbeitsgestaltung und auf eine möglicherweise notwendige Neuorientierung
beziehen. In allen Ausführungen sind neben seiner Wissenschaftsorientierung
auch immer die umfassende Praxiserfahrung des Autors sowie sein inneres
Engagement zu spüren: eine Kombination, die das Lesen zu einem Erlebnis
werden lässt.
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