Alice singt Die Geschichte eines Verdingkindes (+CD)
von Erika Brühlmann-Jecklin

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Informationen zu "Alice singt Die Geschichte eines Verdingkindes (+CD)"

Komponist/Autor: Erika Brühlmann-Jecklin
Verlag: Zytglogge-Verlag
Verlagsnummer: 9783729608429
EAN: 9783729608429
ISBN: 978-3-7296-0842-9

Beschreibung

Als Erstes erinnert sich Alice ans Ehepaar Stucki in ¡Basel, bei dem sie
kurze Zeit glücklich war und die sie als ihre Eltern betrachtete. An diesem
liebevollen Pflegeplatz durfte sie aber nicht bleiben.
Weder die Heimatgemeinde Reigoldswil BL noch die Stadt Basel wollten die
Verantwortung für das Kind wahrnehmen, und so wurde Alice als Kleinkind
zunächst hin- und hergeschoben und in der Folge nach Reigoldswil, Tenniken,
Frenkendorf und Liestal verdingt, bevor sie, knapp sechzehnjährig, einmal
mehr abhaute, diesmal nach Zürich, wo sie bei ihrem Vater unterzukommen
hoffte. Willkommen war sie aber auch da nicht. Und auch später als junge Frau
plagten sie die offenen Fragen weiter: Warum wurde ich verdingt? Wo waren
die Eltern? Was geschah mit der Mutter? Weshalb sind die rechte Hand und der
linke Ellbogen verkrüppelt? Erst die gründliche Recherche in den Archiven
durch die Autorin brachte der inzwischen 98-jährigen Protagonistin Antworten.
Wer heute Alice im Pflegeheim besucht, dem blitzen hellwache Augen entgegen,
und die eine oder andere Flöte liegt auf der Kommode. Bis zum Beginn der
Arbeit an diesem Buch wusste Alice ausser ihrem Geburtsdatum und dem
Geburtsort nichts über ihre ersten vier Lebensjahre. Bei laufendem
Aufnahmegerät erzählte sie deshalb ihre Geschichte vom Moment an, wo ihre
Erinnerung als bald Fünfjährige einsetzt. Das Kind einer italienischen Mutter
und eines Schweizer Vaters - die sie erst im Laufe der Kinderzeit bzw. als
Jugendliche kennen lernt - musste viele Demütigungen und Schläge einstecken,
wurde als Arbeitskraft herumgereicht und gnadenlos ausgebeutet.
Trotzdem ist Alice an ihrem Schicksal weder zerbrochen noch verbittert. Sie
sang und musizierte sich buchstäblich durchs Leben und ist ein
aussergewöhnliches Beispiel dafür, dass ein Leben auch unter schwierigen
Vorzeichen reich und sinnvoll gestaltet werden kann. Wie Alice das tat, davon
erzählt dieses Buch, das zugleich ein Jahrhundert einfängt und damit ein
eindrückliches Stück Schweizer Geschichte schreibt.
Alice Alder-Walliser
Geb. 1913 in Birsfelden, verdingt bei verschiedenen Pflegefamilien, nimmt,
unterstützt von verständigen Schutzengeln, das Leben in die eigenen Hände,
wird Näherin, Schneiderin, lernt trotz verkrüppeltem Arm Geige, Handorgel und
Flöte spielen. Heiratet, hat drei Söhne, macht als über Sechzigjährige am
Konservatorium auf der Flöte einen Diplomabschluss, leitet Chöre und
¡Flötenspielgruppen und lebt heute im Pflegeheim Nidelbad in Rüschlikon.
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