IV. Streichquartett (1961) für Streichquartett Partitur und Stimmen
von Hans Winterberg

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Informationen zu "IV. Streichquartett (1961) für Streichquartett Partitur und Stimmen"

Komponist/Autor: Hans Winterberg
Schwierigkeitsgrad: fortgeschritten - schwer
Epoche: 20./21. Jahrhundert
Verlag: Bote & Bock
Verlagsnummer: BB3913
EAN: 9990901271313
ISBN: 978-3-7931-4595-0
ISMN: M-2025-3913-2

Beschreibung

Hans Winterbergs vier Streichquartette entstanden über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten zwischen 1936 und 1961 und reflektieren die vier Etappen seiner bewegten Biografie. Das erste komponierte er in den vermutlich glücklichsten Momenten seines Lebens in seiner Geburtsstadt Prag, das zweite unter größten Entbehrungen im schrecklichen Kriegsjahr 1942, das dritte 1957 in einer Phase großer kompositorischer Erfolge in seiner Wahlheimat München, das vierte in einem Augenblick erneuter Zweifel und Unsicherheit, als sich eine junge Generation von Komponisten in Europa vehement durchsetzte, die mit allen Traditionen brach, weil sie sie für obsolet und durch den Faschismus für korrumpiert hielt. Winterberg, ein Überlebender der Shoah, brach mit der Vergangenheit nicht, versuchte in seinem Komponieren vielmehr die tschechisch-deutsch-jüdische Kultursymbiose nach dem Krieg weiterzuleben. Das vierte Quartett markiert den Beginn einer neuen Schaffensphase, in der es ihm gelang, die höchst unterschiedlichen Einflüsse, die ihn prägten – die böhmisch-mährische, folkloristisch inspirierte Tradition in der Nachfolge Janá?eks und die Errungenschaften der Zweiten Wiener Schule, vermittelt durch seinen Lehrer Alexander Zemlinsky – zu einem homogenen, rhythmisch pointierten und expressiven Spätstil zu amalgamieren.
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