Informationen zu "Fünf Bagatellen 3 Holzbläser"
Verlag: Edition Gamma Musikverlag
Verlagsnummer: FH3204
ISMN: M-2034-3204-3
Beschreibung
Wilhelm Maler, Leiter der Hamburger Musikhochschule und Gründer der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold, begann ab Mitte der 1920er Jahre auch eine Karriere als Komponist. Bereits 1926 trat Maler erstmals auf dem Tonkünstlerfest in Schwerin mit seinem „Konzert für Streichorchester und obligatem Klavier“ in Erscheinung. Weitere Orchesterwerke folgten, doch liegt der Schwerpunkt seines Schaffens schon bald auf der Kammermusik. Mit seinen „Fünf Bagatellen für drei Holzbläser“, op. 7 gelingt ihm auf dem Rheinischen Musikfest in Barmen im April 1929 der erste große Erfolg. Für diese Komposition wurde Wilhelm Maler vom Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer (RDTM) mit dem Beethovenpreis ausgezeichnet. Die Musik der fünfsätzigen Bagatellen verweist auf einen eigenständigen Kompositionsstil, der das Erwartbare vermeidet, dissonante Akkorde nicht auflöst und freie Tonalität priorisiert, aber auch tonal gebundene Passagen zulässt. Eine polyphone Melodieführung im durchbrochenen Satz prägt die Struktur. Taktwechsel und Akzentverschiebungen mit rasch wechselnden Tempi sind genauso charakteristisch wie repetierende Begleitfiguren und große Intervallsprünge in den Melodiestimmen. Dass das Musikstück nach einhundert Jahren nun erstmals im Druck vorliegt, ist dem Enkel des Komponisten, Nikolaus Maler, zu verdanken, der mit der vorliegenden Ausgabe die Erinnerung an Wilhelm Maler und an die neue Musik in den 1920er Jahren wachhält, die u. a. von Paul Hindemith, Arnold Schönberg, Kurt Weill, Béla Bartók und Igor Strawinsky geprägt wurde. Zusatz Info: Bagatelle 1: 3:00, Bagatelle 2: 2:00, Bagatelle 3: 5:00, Bagatelle 4: 1:00, Bagatelle 5: 2:00